26. Sommertanzkurs: Die Kunst des Tanzens
- Summer School
- Renaissance
- Advanced
Zusammen mit den Altstadtfreunden Nürnberg
lade ich Euch wieder zu einem ganz besonderen Tanzboden ein:
Zu einem Tanz in den Mai.
Die Walpurgisnacht ist berüchtigt für Hexentänz und Schabernack.
Traditionell gilt die Nacht vom 30. April auf den 1. Mai als die Nacht,
in der die Hexen insbesondere auf dem Blocksberg (eigentlich Brocken),
aber auch an anderen erhöhten Orten ein großes Fest abhalten.
Diese Vorstellung ist beeinflusst von den Beschreibungen
des Hexensabbat in der Literatur des 15. und 16. Jahrhunderts.
Im 17. Jahrhundert erscheint bei Johannes Praetorius
(Blockes-Berges Verrichtung, Leipzig 1668):
„Ausführlicher Geographischer Bericht
von den hohen trefflich alt- und berühmten Blockes-Berge:
ingleichen von der Hexenfahrt
und Zauber-Sabbathe
so auff solchen Berge die Unholden
aus gantz Teutschland
Jährlich den 1. Maij in Sanct-Walpurgis Nachte
anstellen sollen.“

Eine ganze Nacht lang lassen wir uns
in die Glanzzeit Nürnbergs zurückversetzen,
schmausen, lachen & tanzen.
Zu meinem historischen Tanzboden treffen sich regelmäßig Tanzfreunde
von Nah und Fern für normalerweise einen ganzen (Sonntag-)Nachmittag
mit leichten Tänzen zum Reinschnuppern und Mitmachen.
Diese Tänze sind Gassen- und Kreistänze aus drei Jahrhunderten.
Dabei ist die Auswahl der Tänze so getroffen,
dass jeder ohne Vorkenntnisse einfach mitmachen kann.
Die Pausen werden gefüllt mit Geschichten und Wissenswertem
aus der Renaissance und dem Barock.
Als Tanzmeister in historischer Gewandung entführe ich Euch
auf eine Reise an die Höfe von Fürsten und Königen.
Den Auftakt bildet diesmal ein gemeinsames zwangloses Mahl,
bei dem viel erzählt, geschmaust und gelacht werden darf,
bevor wir uns zu einem kleinen bunten Ball aufschwingen.
Die Veranstaltung richtet sich
an alle Tanzbegeisterten und Freunde historischer Tänze,
die diese kennen lernen, ausprobieren
oder einfach nur das bunte Treiben beobachten
und den Wiederaufbau des Nürnberger Juwels unterstützen wollen.
Es werden keine Vorkenntnisse benötigt.
Auch für Begeisterte ohne festen Tanzpartner geeignet.
Eintritt: 18,- €
Vorverkauf über die Altstadtfreunde Nürnberg!
30.4.2022
ab 19:00 Uhr
bis ca. 1:00 Uhr
Veranstaltungsort & Kartenvorverkauf:
Kulturscheune der Altstadtfreunde
Zirkelschmiedsgasse 30
90402 Nürnberg
Telefon 09 11/24 13 93
So findet Ihr zur Kulturscheune
hier klicken.
Die Entdeckung eines Tanzbüchleins aus dem Besitz der Thurnauer Grafen Giech gibt Anlass für einen besonderen Tanz in den Mai: am 30. April 2022 findet ab 19 Uhr ein historischer Ball im Ahnensaal auf Schloss Thurnau statt. Das Büchlein beschreibt Tänze, wie sie im 18. Jahrhundert auch am Hof in Thurnau getanzt wurden.
Im Rahmen eines Forschungsprojektes wurden die Tänze rekonstruiert. Studierende der Universität Bayreuth haben daraufhin ein Veranstaltungsformat kreiert, das wissenschaftliche und künstlerische Arbeit anschaulich zusammenbringt: so werden nach über 300 Jahren die Giech'schen Tänze wieder lebendig und das Tanzbüchlein wird mit einer kleinen Ausstellung gewürdigt.
Die Gäste erwartet ein Abend voller Tanz, Musik und Schlossatmosphäre. Dabei gibt es sowohl historische Originalchoreographien zu sehen als auch Gelegenheit zum Mittanzen.
Der Eintritt ist frei, die Anzahl der Karten jedoch begrenzt. Gäste sind in historischem Kostüm oder in festlicher Abendgarderobe willkommen.
Kartenreservierung ab 21. März auf www.theateramcampus.de/karten
To register please fill the booking form attached and send to Barbara Segal. More information at www.earlydancecircle.co.uk/events
Wann, wenn nicht jetzt: wir tanzen CORONA, eine Bassadanza von Domenico da Piacenza. „Corona“ ist auch das lateinisch/italienische Wort für „Krone“ und in der Tat: Die Bassadanza „Corona“ von Domenico da Piacenza ist so etwas wie die „Krönung“ ihrer Gattung indem sie sich durch außergewöhnliche Schrittfolgen auszeichnet. In den Ausführungen seines Traktates (ca. 1450) erwähnt Domenico diesen Tanz mit dem Hinweis, dass hier besonders viele zusätzliche Tanzbewegungen, so genannte „motti accidentali“ zu finden sind. Dies gibt der Bassadanza Corona eine herausragende Stellung und uns heute eine ungefähre Ahnung, wie die Schrittfolgen einer Bassadanza im 15. Jahrhundert variiert werden konnten.
Als Bassedanse französischer Herkunft steht „Filles à marier“ aus dem Tanzbuch der Margarete von Österreich auf dem Programm. Die Melodie zu dieser Bassedanse existiert auch als Chorsatz, den wir singen wollen. Wenn die Zeit reicht, lernen wir als dritten Tanz aus dem 15. Jahrhundert das Balletto Rostiboli gioioso in der besonderen Fassung für 3 Personen von Giovanni Ambrosio kennen.
Aus der Zeit der ausgehenden Renaissance tanzen wir einige „Nicht-Arbeau-Branles“ aus der Instruction pour danser (anonym; verm. von Antoine Emeraud ca. 1610), so die Branles de Poictou und de Montirande.
Anmeldung über: http://www.lag-tanz-hessen.de/.